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Das Österreichische Psychologenforum ist
seit dem 01.03.2006 online...

 

Was ist das Österreichische Psychologenforum ?

Das österreichische Psychologenforum ist die unabhängige Berufs- und Interessenvertretung der in Österreich tätigen GesundheitspsychologInnen und Klinischen PsychologInnen.

Zu den statuarisch verankerten Aufgaben gehört neben der umfassenden Vertretung der gemeinsamen beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen unseres Berufstandes auch die Mitwirkung an der Versorgung mit gesundheitspsychologischen und klinisch-psychologischen Leistungen, vor allem in Hinblick auf die Grundversorgung im Rahmen der öster­rei­chi­schen Kranken- und Sozialversicherung (auf Krankenschein!). Das Österreichische Psychologenforum ist österreichweit tätig und hat sich auch die Aufgabe gestellt, in den Bundesländern effektive Strukturen zur Berufs- und Interessenvertretung zu schaffen. Das Österreichische Psychologenforum ist nicht gemeinnützig, sondern versteht sich eindeutig als berufliche Interessenvertretung.

Warum ist eine rechtlich eigenständige Berufs- und Interessenvertretung der GesundheitspsychologInnen und Klinischen PsychologInnen notwendig geworden?

Seit 01.01.1991 ist das Österreichische Psychologengesetz in Kraft, das für alle Absolventen eines Psychologiestudiums (derzeit noch Diplomstudium) den Titelschutz bietet und die Berufsausübung von Psychologen im Bereich des Gesundheitswesens regelt. Das bedeutet, dass in Österreich seit über 15 Jahren der Beruf des Psychologen/der Psychologin nicht näher reglementiert wird, der Beruf des/der Gesundheitspsychologen/-in bzw. des/der klinischen Psychologen/-in aber eindeutigen gesetzlichen Regelungen unterworfen ist.

War es bis vor kurzem dennoch möglich, die Berufsvertretung in eher allgemeiner Weise zu regeln, wobei der Berufsverband der Österreichischen Psychologinnen und Psychologen (BÖP) als die allgemeine Interessenvertretung der PsychologInnen und damit auch der Gesundheits-psychologInnen und Klinischen PsychologInnen fungiert und in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet hat, bringen die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen mit sich, dass nun die Interessenvertretung unserer Berufsgruppe expliziter und präziser geregelt werden muss. Die neuen gesetzlichen Regelungen im Bereich des Gesundheitswesens fordern von Interessen­vertretungen freier Berufe Strukturen mit ein­deutigem Vertretungsanspruch und transparenten Entscheidungs- und Verantwortungs-Struk­turen.

Diese wären im Rahmen einer gesetzlichen Interessenvertretung („Psychologenkammer“) gewähr­leistet, und wir hoffen auch, dass in möglichst naher Zukunft die Interessen der Gesundheits­psychologInnen und der Klinischen PsychologInnen durch eine Körperschaft öffentlichen Rechts vertreten wird. Es ist aber nun notwendig — vielleicht nur als Zwischenlösung — eine Struktur zu schaffen, die einerseits als Vorläuferstruktur für die Psychologenkammer dienen kann und diese nach der Beschlussfassung durch das Parlament gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen vorbereitet, und die andererseits bis zur endgültigen Installierung der Psychologenkammer als die Berufsvertretung der GP&KP fungieren kann.

Erfreulicherweise zeichnet es sich ab, dass es noch in diesem Jahr gelingen wird, in einigen Bundesländern Pilotprojekte zur klinisch-psychologischen Behandlung zu starten, die auch dazu dienen sollen, klinisch-psychologische Behandlung im Rahmen der Regelversorgung, also als Pflicht­leistung der Sozialversicherung, zu implementieren. Für die diesbezüglichen Verhandlungen — sowohl bundesweit als auch auf Länderebene — und die Abwicklung der Projekte ist eine Trägerstruktur not­wendig, die eine eigene Rechtspersönlichkeit darstellt und explizit als die Interessenvertretung der GesundheitspsychologInnen und Klinischen PsychologInnen handelt.

Auch in Hinblick auf den Gesamtvertrag für klinisch-psychologische Diagnostik und die Tätigkeit von Vertrags- und WahlpsychologInnen hat sich immer mehr die Notwendigkeit gezeigt, dass ein eigener Rechtskörper als explizite Interessenvertretung der klinischen PsychologInnen einen stabilen Vertrags­partner darstellt, mit dem langfristige Vereinbarungen getroffen werden können.

Last but not least wird es in Zukunft auch notwendig sein, wenn es um die Auseinandersetzung auf europäischer Ebene in Hinblick auf berufliche Qualifikationen und berufliche Standards geht, dass für den in Österreich geregelten Beruf der GesundheitspsychologInnen und Klinischen PsychologInnen eine eigene Berufsorganisation besteht.

Da es sich seit längerem abgezeichnet und in den letzten Monaten bestätigt hat, dass eine Etablie­rung einer rechtlich eigenständigen beruflichen Interessenvertretung im Rahmen einer allgemeinen Interessenvertretung für PsychologInnen nicht möglich ist, haben wir uns — auch auf Anraten von Experten des österreichischen Gesundheitswesen — zu diesem Schritt entschlossen.

Am 17.02.2006 wurde das Österreichische Psychologenforum in das Vereins-Register eingetragen und von der Vereinsbehörde aufgefordert, seine Tätigkeit aufzunehmen.


aktualisiert am 03.02.2019


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